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SOKRATES DER ÜBERLEBENDE / WIE DIE BLÄTTER (DSE)

Internationale Koproduktion

 
Fr 24.01.2020, 19:30 Uhr
Theater an der Ruhr / Mülheim an der Ruhr
Karten: Ticket
 
Die Schule ist ein emblematischer Ort, an dem die Fragen nach der Wirkung von Erziehung und Bildung ungefiltert zu Tage treten können. Die Inszenierung von Anagoor, dieses herausragenden Regiekollektivs, nimmt diese Fragen auf zutiefst berührende Weise aus der Perspektive eines Lehrers in den Blick. Der Roman „Der Überlebende“ von Antonio Scurati und Texte von Cees Noteboom und Platon bilden die Grundlage dieses Projekts. Aus der sehr persönlichen Perspektive eines Geschichts- und Philosophielehrers, der vor seiner Klasse steht und den Tod des Sokrates behandelt, schildert Regisseur Simone Derai die letzte Unterrichtsstunde vor einem Amoklauf: Ein Schüler richtet eine ganze Prüfungskommission hin und verschont nur diesen einen Lehrer, der als Überlebender zum Erzähler der Geschichte wird. Die Aufführung, in der dem Lehrer eine Gruppe von Schülern gegenübergestellt wird, hinterfragt in beeindruckenden Bildern, Choreografien, Filmsequenzen und verbunden mit einer überwältigenden Soundinstallation, die Möglichkeiten humanistischer Bildung. Sind wir in der Lage die Gewaltdisposition des Menschen durch Bildung und Erziehung zu durchbrechen? Dabei eröffnen die Zweifel und Konflikte des um seine Schüler und um Aufrichtigkeit ringenden Lehrers einen außergewöhnliche, berührende Perspektive auf das Innenleben der Lehrerfigur und auf das Verhältnis von Lehrern und Schülern.
Anagoor erhielt für „Socrate“  den prestigeträchtigen „Premio Rete Critica“ für die beste italienische Theaterproduktion des Jahres 2016. Das Theater an der Ruhr zeigt in der Regie von Anagoor eine in Mülheim entwickelte deutschsprachige Version als deutschsprachige Erstaufführung.
Anagoor feierte bereits international Erfolge und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Im Juli 2018 erhielt Anagoor den silbernen Löwen der 46. Internationalen Theaterbiennale von Venedig.
"Jenen, die bezweifeln, dass das italienische Theater derzeit eine Phase außerordentlicher Kreativität erlebt, denen, die immer noch nicht glauben, dass derzeit ein entscheidender Umbruch zwischen den Generationen stattfindet - der auch einen Wechsel der Perspektive und des ästhetischen Kanons mit sich bringt, denen möchte ich empfehlen, sich die erstaunlichen Aufführungen von Anagoor anzuschauen." (Renato Pallazi,  Il Sole 24 Ore)

Weitere Termine

>> 04.03.2020, 11:00 Uhr | 
Theater an der Ruhr / Mülheim an der Ruhr
>> 04.03.2020, 19:30 Uhr | 
Theater an der Ruhr / Mülheim an der Ruhr
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