NRW Buehnen http://www.nrw-buehnen.de/ Theater Dortmund - RSS Feed http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16299090&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 06.Dec.2019, 11:00 Uhr, Emil und die Detektive Emil und die Detektive im KJT in der Sckellstraße Monolog nach Erich Kästner ab 8 Jahren Emil Tischbein ist zwölf und fährt das erste Mal alleine im Zug nach Berlin. Er will seine Großmutter und die Cousine Pony Hütchen besuchen. Seine Verwandtschaft wartet am Bahnhof Friedrichstraße auf Emil. Doch Emil steigt nicht aus dem Zug und auch nicht aus dem nächsten. Die Großmutter und Pony Hütchen überlegen verzweifelt, was sie tun sollen. Emil hat sich unterdessen schon in eine wilde Verfolgungsjagd durch die große Stadt gestürzt, denn im Zug wurde ihm sein ganzes Geld vom Fiesling Grundeis gestohlen. Quer durch Berlin verfolgt er den Dieb. Zum Glück bekommt er Unterstützung von Gustav mit der Hupe und seinen Jungs… Erich Kästners erstes Kinderbuch beeinflusste die Kinderliteratur nachhaltig. Kästner hat der Figur des Emil autobiografische Züge gegeben und taucht in der Rolle des Journalisten selbst auf. Das Buch zeigt, dass man mit Offenheit, Mut, Solidarität und Witz meist durch die kniffeligsten Situationen kommt. Und gemeinsam kann man Berge versetzen. Die erfolgreichste Krimigeschichte für Kinder aller Zeiten. Besetzung Regie: Bettina Zobel Ausstattung: N.N. Dramaturgie: Isabel Stahl http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16076983&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 06.Dec.2019, 18:00 Uhr, Die Dämonen nach dem gleichnamigen Roman von Fjodor Dostojewski in einer Fassung von Sascha Hawemann und Dirk Baumann „Was behagt Ihnen mehr: im Schildkrötentempo durch den Sumpf zu kriechen oder mit Volldampf über den Sumpf hinwegzubrausen?“ Dostojewskis Klassiker der Weltliteratur auf der Bühne! In einem russischen Provinznest liegt etwas in der Luft: die Hoffnung auf Veränderung und die Chance auf Neues. Fjodor Dostojewski fängt in seinem monumentalen Roman die Stimmung eines Landes und einer Gesellschaft ein, die weiß, dass alles anders werden kann – aber orientierungslos zwischen den Alternativen umherirrt. Im Zentrum ein Konglomerat dubioser Figuren, verbunden in Unzufriedenheit, verstrickt in Abhängigkeiten, verhaftet in Überzeugungen: Zwischen revolutionärem Machtwillen, einem das Chaos herbeiwünschendem Nihilismus und dem wahnhaften Wunsch nach einem charismatischen Führer scheint alles möglich. Fjodor Dostojewski lässt in seinem von wahren Begebenheiten inspirierten Welterfolg die Vielstimmigkeit verschiedenster Ideologien aufeinanderprallen. Im Widerstreit der Überzeugungen verrohen die Sitten zu einem Klima der Skrupellosigkeit, das jede Moral hinter sich lässt und in dem jedes Mittel zur Durchsetzung der Ideen recht erscheint: auch die strategische Anwendung von Gewalt. Nicht von ungefähr scheinen bei Dostojewski die Dämonen von Terror, Krieg und Populismus auf. Besetzung Regie: Sascha Hawemann Bühne: Wolf Gutjahr Kostüme: Hildegard Altmeyer Musik: Xell Dramaturgie: Dirk Baumann http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16225430&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 06.Dec.2019, 20:00 Uhr, Der Widersacher nach dem gleichnamigen Roman von Emmanuel Carrère Aus dem Französischen von Claudia Hamm Es gibt Geschichten, denen man nicht glauben mag, obwohl sie wahr sind. Jean-Claude Romand lebt ein erfolgreiches Leben: eine glückliche Ehe, zwei kleine Kinder und eine bedeutende Position bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nachbarn und Freunde schätzen ihn als kompetent, freundlich, vielleicht etwas langweilig, aber letztlich als jemanden, der sein Leben im Griff hat. Bis er im Januar 1993 seine Frau, seine beiden Kinder, seine Eltern sowie deren Hund ermordet. Erst Ermittlungen der Polizei bringen die Wahrheit über Jean-Claude Romand ans Licht: Seine gesamte Existenz war nichts als Fassade! Die Arbeit bei der WHO, wichtige Geschäftsreisen, berühmte Kollegen – alles frei erfunden! In Wahrheit verbrachte er die Zeit auf Raststätten oder ziellos durch die Wälder streifend. Jahrzehntelang hatte Romand ein gigantisches Bauwerk aus Lügen errichtet, bis es in einer Eruption aus Gewalt in sich zusammenstürzte. Der Schriftsteller Emmanuel Carrère geht auf Spurensuche, besucht Romand im Gefängnis, recherchiert vor Ort, befragt ehemalige Freunde. Wie konnte die Hochstapelei so lange unbemerkt bleiben? Gibt es einen Unterschied zwischen der Oberfläche und dem Wirklichen? Wie zerbrechlich sind unsere Masken? Sein so spannender wie einfühlsamer Tatsachenroman, in Frankreich längst ein Klassiker, wurde nach der Neuübersetzung 2018 auch in Deutschland frenetisch gefeiert. Ed. Hauswirth seziert den Fall Romand: als Annäherung an das Monströse, als dämonische Irrfahrt – und als zutiefst menschliche Auseinandersetzung mit dem Widersacher, der in uns allen steckt. Besetzung Regie: Ed. Hauswirth Bühne und Kostüme: Susanne Priebs Dramaturgie: Matthias Seier http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16071355&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 07.Dec.2019, 19:30 Uhr, Das Reich der Tiere Komödie mit Live-Musik von Roland Schimmelpfennig Ein Schauspiel-Ensemble vor einer offenen Zukunft: Seit Jahren stehen fünf Schauspielerinnen und Schauspieler in einem Tier-Musical auf der Bühne. Als Löwe oder Zebra, Marabu, Antilope oder Ginsterkatze erzählen sie Abend für Abend, wie der Löwe mit List dem gutmütigen Zebra die Herrschaft entreißt. Jetzt soll die Show abgesetzt werden. Und die Schauspielerinnen und Schauspieler bangen um ihre Zukunft – ob sie ein Folgeengagement an ihrem Theater bekommen, ist mehr als ungewiss: Nicht mal die eigenen Mitarbeiter des Theaters erkennen sie. Zur namenlosen Verfügungsmasse im Showbiz degradiert, haben sie sich Tag für Tag die Kostümfedern aufgeklebt und wieder abgerissen: eiternde Wunden, ausgefallene Fußnägel sind die Folge. Was bleibt nach dem Ende der Show? Gibt es eine Alternative zum Darstellungsproletariat? Und was hat es mit dem Spiegelei-Kostüm auf sich, das seit einigen Tagen auf der Hinterbühne steht? Der preisgekrönte Dramatiker Roland Schimmelpfennig entwirft in Das Reich der Tiere eine Geschichte vom Theater auf dem Theater und eine Parabel vom Ende einer Epoche: Klug und auf pointierte Weise amüsant verbindet Schimmelpfennig die Metapher des Scheiterns und des Selbstverlusts mit der Fabel vom Untergang einer gerechten Herrschaft. Besetzung Regie: Thorsten Bihegue Bühne: Oliver Helf Kostüme: Theresa Mielich Live-Musik: Serge Corteyn, Manuel Loos Dramaturgie: Michael Eickhoff http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16060557&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 07.Dec.2019, 19:30 Uhr, Rachmaninow | Tschaikowsky Ballett von Xin Peng Wang Musik von Sergej Rachmaninow und Peter Tschaikowsky Mit seinen großen bildgewaltigen Handlungsballetten Faust, Zauberberg, Hamlet, Der Traum der roten Kammer oder Krieg und Frieden hat Dortmunds Ballettdirektor Xin Peng Wang im letzten Jahrzehnt der Tanzkunst unserer Zeit neue inhaltliche Wege gewiesen. Rachmaninow | Tschaikowsky zählt zu seinen von Publikum und internationaler Presse enthusiastisch gefeierten Schöpfungen. Dabei wagt der erfolgreiche Choreograf den Blick hinter die Kulissen der Kunst. In einem sensiblen und sehr persönlichen Drahtseilakt zwischen Bravour und Innerlichkeit erkundet er die Motorik und Dynamik künstlerischen Schaffens, leuchtet in die Nischen und Winkel menschlicher Kreativität. „Musik, die mich ruft…“ – Sergej Rachmaninows 3. Klavierkonzert, dieses Feuerwerk artistischer Brillanz und Virtuosität, und Peter Tschaikowskys geheimnisumwitterte 6. Sinfonie werden für Xin Peng Wang zum Ausgangspunkt von Fragen an der Schnittstelle von Kunst und Leben: Was treibt uns zu künstlerischen Höchstleistungen an? Was lässt uns wieder und immer wieder über Grenzen gehen? Warum greifen wir nach den Sternen? Besetzung Mit den: Dortmunder Philharmonikern Musikalische Leitung: N.N. Inszenierung und Choreografie: Xin Peng Wang Konzept, Szenario, Dramaturgie: Christian Baier Bühne: Frank Fellmann Kostüme: Bernd Skodzig Lichtdesign: Bonnie Beecher http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16225483&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 08.Dec.2019, 15:00 Uhr, Zwerg Nase Weihnachtsmärchen von Andreas Gruhn Nach Wilhelm Hauff Ab 6 Jahren Jede Woche war auf dem Markplatz einer großen Stadt Wochenmarkt. Dort saßen auch ein armer Schuster und seine tüchtige Frau. Er saß an der Straße und flickte Schuhe und Pantoffeln, während sie Früchte und Gemüse verkaufte, das sie aus ihrem eigenen kleinen Garten zog. Das Wertvollste an ihrem Stand waren die seltenen Kräuter, die ihren Duft über den ganzen Markt verströmten. Stets an ihrer Seite saß ihr Sohn Jakob und pries die Waren heiter an: „Hierher, ihr Herren! Seht nur, welch schöner Kohl, wie wohlriechend die Kräuter. Hier auch frühe Birnen, ihr Frauen, frühe Äpfel und Aprikosen. Wer will kaufen?“ Da kam ein altes Weib über den Markt. Sie trug zerrissene und zerlumpte Kleider, hatte dreckige Hände und ein vom Alter zerfurchtes Gesicht. Sogleich beugte sie sich über die Körbe voller Gemüse, wanderte zu den Kräutern, beäugte jedes einzelne Kräutlein und schnüffelte daran mit ihrer langen spitzen Nase. Doch nachdem sie den ganzen Korb gemustert hatte, murmelte sie: „Schlechtes Zeug, schlechtes Kraut!“ Da ärgerte sich der kleine Jakob sehr über die schlechte Rede der Frau und beschimpfte sie mutig und laut, um seinem Ärger Platz zu machen. Doch das alte Weib lachte nur leise und murmelte mit heiserer Stimme: „Söhnchen, Söhnchen! Gefällt dir meine Nase, meine schöne lange Nase? – Sollst auch eine haben, mitten im Gesicht, bis übers Kinn herab.“ Was dann geschah, nun ja, ist ein Abenteuer und bis in die fernsten Länder erzählt man sich vom Zwerg Nase und dem Kräuterkrieg … Besetzung Regie: Andreas Gruhn Ausstattung: Oliver Kostecka Dramaturgie: Lioba Sombetzki Musik: Michael Kessler Video: Peter Kirschke http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16060441&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 08.Dec.2019, 15:00 Uhr, Lohengrin Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner Libretto vom Komponisten In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln (Im Rahmen des Wagner-Kosmos I) Die Anklage wiegt schwer: Elsa, die Tochter des Herzogs von Brabant, wird des Mordes an ihrem Bruder Gottfried beschuldigt. Ihre Kläger sind Telramund und Ortrud, die sie damit um ihre Herrschaftsansprüche bringen wollen. Der König überlässt das Urteil dem Entscheid Gottes, zwei Ritter sollen im Zweikampf sein Werkzeug sein. Elsa ruft dafür den Mann zu Hilfe, der ihr zuvor im Traum erschienen war. Wie durch ein Wunder erhört sie der strahlende Held und erkämpft Elsas Recht. Die Verlierer sinnen auf Rache – da kommt es ihnen gelegen, dass der Ritter ein großes Geheimnis um seinen Namen und seine Herkunft macht. Er hat eingewilligt, Elsa zu heiraten, wenn sie ihn niemals danach befragen wird. Sie lässt sich darauf ein, doch hinterlistig drängt Ortrud Elsa zu der verbotenen Frage und insistiert so lange, bis diese nachgibt. Die Folge ist fatal: Lohengrin verkündet, dass er der Sohn des Gralskönigs Parzival ist. Doch nach dieser Offenbarung muss er Elsa verlassen, die entseelt in den Armen des erlösten Gottfried zu Boden sinkt. Zart und mit einer unglaublichen Schönheit, die nicht von dieser Welt zu sein scheint, beginnt der von Wagner selbst als „romantische Oper“ bezeichnete Lohengrin. Das Stück markierte eine neue Qualität in seinem Schaffen, so ist das Orchester mit seinem mal innigen, mal pathetischen Klang nun Träger des Bühnengeschehens. In seiner revolutionären Phase entstanden, verbindet Wagner darin historische Ereignisse mit seinen philosophischen Ideen und schafft so eine politische Parabel. Besetzung Heinrich der Vogler: Shavleg Armasi, Kwangchul Youn Lohengrin: Daniel Behle, Michael Siemon Elsa von Brabant: Christina Nilsson Friedrich von Telramund: Joachim Goltz Ortrud: Stéphanie Müther, Hyona Kim Heerrufer des Königs: Morgan Moody Mit den: Dortmunder Philharmonikern Mit dem: Opernchor des Theater Dortmund Musikalische Leitung: Gabriel Feltz Regie: Ingo Kerkhof Bühne: Dirk Becker Chor: Fabio Mancini Dramaturgie: Laura Knoll http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16225484&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 08.Dec.2019, 17:00 Uhr, Zwerg Nase Weihnachtsmärchen von Andreas Gruhn Nach Wilhelm Hauff Ab 6 Jahren Jede Woche war auf dem Markplatz einer großen Stadt Wochenmarkt. Dort saßen auch ein armer Schuster und seine tüchtige Frau. Er saß an der Straße und flickte Schuhe und Pantoffeln, während sie Früchte und Gemüse verkaufte, das sie aus ihrem eigenen kleinen Garten zog. Das Wertvollste an ihrem Stand waren die seltenen Kräuter, die ihren Duft über den ganzen Markt verströmten. Stets an ihrer Seite saß ihr Sohn Jakob und pries die Waren heiter an: „Hierher, ihr Herren! Seht nur, welch schöner Kohl, wie wohlriechend die Kräuter. Hier auch frühe Birnen, ihr Frauen, frühe Äpfel und Aprikosen. Wer will kaufen?“ Da kam ein altes Weib über den Markt. Sie trug zerrissene und zerlumpte Kleider, hatte dreckige Hände und ein vom Alter zerfurchtes Gesicht. Sogleich beugte sie sich über die Körbe voller Gemüse, wanderte zu den Kräutern, beäugte jedes einzelne Kräutlein und schnüffelte daran mit ihrer langen spitzen Nase. Doch nachdem sie den ganzen Korb gemustert hatte, murmelte sie: „Schlechtes Zeug, schlechtes Kraut!“ Da ärgerte sich der kleine Jakob sehr über die schlechte Rede der Frau und beschimpfte sie mutig und laut, um seinem Ärger Platz zu machen. Doch das alte Weib lachte nur leise und murmelte mit heiserer Stimme: „Söhnchen, Söhnchen! Gefällt dir meine Nase, meine schöne lange Nase? – Sollst auch eine haben, mitten im Gesicht, bis übers Kinn herab.“ Was dann geschah, nun ja, ist ein Abenteuer und bis in die fernsten Länder erzählt man sich vom Zwerg Nase und dem Kräuterkrieg … Besetzung Regie: Andreas Gruhn Ausstattung: Oliver Kostecka Dramaturgie: Lioba Sombetzki Musik: Michael Kessler Video: Peter Kirschke http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16377949&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 08.Dec.2019, 18:30 Uhr, Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm Komödie von Theresia Walser „Ein schallend lustiger Spaziergang über den Jahrmarkt der Eitelkeiten, ein Stück zwischen Satire, Groteske und Boulevard-Komik! Absolut sehenswert!“ (Ruhr Nachrichten) Franz Prächtel und Peter Söst sind gestandene Schauspieler, und sie haben beide schon den Hitler gespielt. Ulli Lerch hat es dagegen bisher nur zum Goebbels gebracht. Als die drei sich in einem ominösen Warteraum treffen, bricht die Totalkomödie los: Wer war der beste Hitler? Und wie spielt man ihn eigentlich? Menschlich, oder unmenschlich? Und dürfen Frauen Hitler spielen? Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm wurde bei seiner Uraufführung von der Presse frenetisch gefeiert. Ein wilder und hochkomischer Ritt durch die Untiefen der Schauspielkunst und die chaotischen Landschaften des deutschen Gewissens. Besetzung Ulli Lerch: Alexandra Sinelnikova Franz Prächtel: Uwe Rohbeck Peter Söst: Ekkehard Freye Regie: Thorsten Bihegue Bühne: Susanne Priebs Kostüme: Mona Ulrich Dramaturgie: Alexander Kerlin, Matthias Seier Licht: Stefan Gimbel, Sibylle Stuck Ton: N.N. Regieassistenz: Bjarne Gedrath, Hannah Koester Ausstattungsassistenz: Yaroslava Sydorenko Soufflage: Ruth Ziegler, Violetta Ziegler http://nrw-buehnen.de/spielplan/detailansicht.php?id_event_date=16225485&event_account=32998&id_language=1&id_adr=4416&from_rss=1 09.Dec.2019, 09:30 Uhr, Zwerg Nase Weihnachtsmärchen von Andreas Gruhn Nach Wilhelm Hauff Ab 6 Jahren Jede Woche war auf dem Markplatz einer großen Stadt Wochenmarkt. Dort saßen auch ein armer Schuster und seine tüchtige Frau. Er saß an der Straße und flickte Schuhe und Pantoffeln, während sie Früchte und Gemüse verkaufte, das sie aus ihrem eigenen kleinen Garten zog. Das Wertvollste an ihrem Stand waren die seltenen Kräuter, die ihren Duft über den ganzen Markt verströmten. Stets an ihrer Seite saß ihr Sohn Jakob und pries die Waren heiter an: „Hierher, ihr Herren! Seht nur, welch schöner Kohl, wie wohlriechend die Kräuter. Hier auch frühe Birnen, ihr Frauen, frühe Äpfel und Aprikosen. Wer will kaufen?“ Da kam ein altes Weib über den Markt. Sie trug zerrissene und zerlumpte Kleider, hatte dreckige Hände und ein vom Alter zerfurchtes Gesicht. Sogleich beugte sie sich über die Körbe voller Gemüse, wanderte zu den Kräutern, beäugte jedes einzelne Kräutlein und schnüffelte daran mit ihrer langen spitzen Nase. Doch nachdem sie den ganzen Korb gemustert hatte, murmelte sie: „Schlechtes Zeug, schlechtes Kraut!“ Da ärgerte sich der kleine Jakob sehr über die schlechte Rede der Frau und beschimpfte sie mutig und laut, um seinem Ärger Platz zu machen. Doch das alte Weib lachte nur leise und murmelte mit heiserer Stimme: „Söhnchen, Söhnchen! Gefällt dir meine Nase, meine schöne lange Nase? – Sollst auch eine haben, mitten im Gesicht, bis übers Kinn herab.“ Was dann geschah, nun ja, ist ein Abenteuer und bis in die fernsten Länder erzählt man sich vom Zwerg Nase und dem Kräuterkrieg … Besetzung Regie: Andreas Gruhn Ausstattung: Oliver Kostecka Dramaturgie: Lioba Sombetzki Musik: Michael Kessler Video: Peter Kirschke